Die 10 wich­tigs­ten Fak­to­ren für lokale Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung

Ein­mal im Jahr trägt David Mihm die wich­tigs­ten Ranking-​​Faktoren der loka­len Suche zusam­men. Diese soll­ten Sie ken­nen, wenn Ihr Unter­neh­men seine Pro­dukte und Leis­tun­gen regio­nal anbie­tet. Das gilt auch für über­re­gio­nale Unter­neh­men mit meh­re­ren Filia­len. Wir über­set­zen und kom­men­tie­ren.

Für Unter­neh­men, die einen oder meh­rere regio­nale Märkte bedie­nen, ist das Abschnei­den in Googles loka­ler Suche von beson­de­rer Bedeu­tung. Google erkennt Abfra­gen, auf die der Nut­zer mit hoher Wahr­schein­lich­keit ein loka­les Ergeb­nis wünscht, zuver­läs­sig. Wer nach “Schuh­ge­schäft”, “Bäcke­rei” oder “Piz­ze­ria” sucht, der wird mit hoher Wahr­schein­lich­keit einen Anbie­ter um die Ecke fin­den wol­len. Wo sich der Nut­zer in etwa auf­hält, erkennt Google anhand sei­ner IP-​​Adresse. Das ist zwar nicht immer zuver­läs­sig, reicht aber meis­tens aus. Im Zwei­fel geht ein vom Benut­zer vor­ge­ge­be­ner Ort (“Schuh­ge­schäft Gie­ßen”) vor.

Platz 1: Kor­rekte Kate­go­ri­sie­rung bei Google

David Mihm schreibt: “Das wich­tigste Kri­te­rium ist die kor­rekte Kate­go­ri­sie­rung des Unter­neh­mens beim Anle­gen der zuge­hö­ri­gen Google+-Local-Seite”.

Das klingt logisch. Wer als “Zahn­arzt” gefun­den wer­den möchte, der muss bei Google auch in der gleich­na­mi­gen Kate­go­rie ste­cken. Wo aber stellt man diese Kate­go­rie ein? Das kommt dar­auf an, wie Ihr Unter­neh­men Google ver­wen­det:

  1. Gibt es ledig­lich einen Bran­chen­buch­ein­trag auf Google Pla­ces for Busi­ness, dann reicht es, die Kategorie(n) dort ein­zu­stel­len.
  2. Machen Sie auch von den sozia­len Funk­tio­nen einer Google+-Local-Firmenseite Gebrauch, soll­ten Sie die Kategorie(n) zusätz­lich auch dort kon­trol­lie­ren.
google-plus-local-kategorien
Ins­be­son­dere die Haupt­ka­te­go­rie muss stim­men. Pro­bie­ren Sie ver­schie­dene Stich­wör­ter aus, um die pas­sende Kate­go­rie zu fin­den. Nut­zen Sie die Mög­lich­keit, wei­tere Kate­go­rien hin­zu­zu­fü­gen.

Immer wie­der arbei­ten wir für Kun­den, deren Bran­chen­buch­ein­trag Google auto­ma­tisch erstellt hat. Spe­zi­ell hier ist es beson­ders wich­tig, die Kate­go­rie zu über­prü­fen, denn Googles Auto­ma­tik liegt bei ihrer Ein­stu­fung oft dane­ben. Sie müs­sen den Ein­trag dann gege­be­nen­falls bei Google bean­spru­chen, bevor Sie ihn bear­bei­ten kön­nen.

Platz 2: Eine Adresse in der durch­such­ten Stadt

David Mihm schreibt: “Google hat eine Vor­liebe für Such­er­geb­nisse, die direkt in der durch­such­ten Stadt ansäs­sig sind”.

Für im Speck­gür­tel einer grö­ße­ren Stadt ansäs­sige Unter­neh­men ist das ein ech­tes Pro­blem. So erscheint die Web­site unse­rer Inter­net­agen­tur Taquiri nicht ohne wei­te­res, wenn jemand nach “Inter­net­agen­tur Gie­ßen” oder “Inter­net­agen­tur Wetz­lar” sucht – und das obwohl wir nur wenige Kilo­me­ter von den jewei­li­gen Stadt­ker­nen ent­fernt sit­zen. Aber eben nicht in Gie­ßen oder Wetz­lar, son­dern in Hüt­ten­berg.

Suchergebnisse für Pizzeria Wetzlar
In der loka­len Such­er­geb­nis­sen für “Piz­ze­ria Wetz­lar” erscheint kein ein­zi­ger Ein­trag aus Nach­bar­or­ten.

Wer sei­nen Unter­neh­mens­sitz nicht ein­fach ver­le­gen kann (und wer kann das schon), dem bleibt die Ent­wick­lung loka­ler Lan­ding Pages – ein Thema, das uns in einem ande­ren Bei­trag beschäf­ti­gen wird.

Platz 3: Erwäh­nun­gen in Online-​​Branchenbüchern und auf ande­ren Web­sites

David Mihm schreibt: “Wird ein Unter­neh­men mit unter­schied­li­chen Anga­ben zu Name, Adresse und Tele­fon­num­mer im Netz erwähnt, ver­wirrt das nicht nur den Suchen­den. Es führt auch dazu, dass Google den über das Unter­neh­men gefun­de­nen Daten miss­traut.”

Für die digi­tale Glaub­wür­dig­keit eines Unter­neh­mens spricht die regel­mä­ßige Erwäh­nung eines ein­heit­li­chen Sets aus Name, Adresse und Tele­fon­num­mer (so genann­tes NAP) auf Web­sites Drit­ter. Gerade Online-​​Branchenbücher spie­len hier eine wich­tige Rolle, vor allem für klei­nere Unter­neh­men. Gründe für Unre­gel­mä­ßig­kei­ten in die­sen Daten gibt es viele:

  • Als Taquiri sei­nen Sitz noch in Wies­ba­den hatte, wurde unsere Straße umbe­nannt.
  • Spä­ter ver­leg­ten wir unse­ren Sitz von Wies­ba­den ins mit­tel­hes­si­sche Hüt­ten­berg.
  • Taquiri wurde umfir­miert.
  • Für einige Zeit unter­hiel­ten wir ein zwei­tes Büro in Gründau.

Ohne unser Zutun führ­ten diese Ände­run­gen dazu, dass immer wie­der neue, leicht von­ein­an­der abwei­chende Ein­träge in Online-​​Branchenbüchern ent­stan­den. Es gab Ein­träge für die Taquiri Kauf­mann & Würfl GbR, die Taquiri GmbH & Co. KG sowie die Taquiri Ver­wal­tungs GmbH, das ganze unter drei ver­schie­de­nen Tele­fon­num­mern und in drei ver­schie­de­nen Städ­ten.

 

Suchergebnisse für das Stichwort "Taquiri"
Der­art zwei­deu­tige Infor­ma­tio­nen bestraft Google mit ver­schlech­ter­ten Ran­kings.

Gegen ein sol­ches Durch­ein­an­der hilft nur eines: Man muss das Inter­net auf­räu­men. Wir haben bei Google nach “Taquiri” gesucht und alle Erwäh­nun­gen auf frem­den Web­sites ana­ly­siert. Durch die Bank weg han­delte es sich dabei um Online-​​Branchenbücher. Dort gibt es fast immer eine Mög­lich­keit, einen Ein­trag zu kor­ri­gie­ren oder zu löschen – Links wie “Ist das Ihre Firma?” wei­sen dar­auf hin. Fehlte die­ser Link, haben wir die Betrei­ber über das Impres­sum ermit­telt und ange­schrie­ben bezie­hungs­weise ange­ru­fen.

Jetzt war­ten wir nur noch dar­auf, dass unser Wies­ba­de­ner Tele­fon­buch­ein­trag end­lich gelöscht wird, denn die­ser sorgt durch auto­ma­ti­sche Daten­über­nahme für einige fal­sche Ein­träge.

Platz 4: Qua­li­tät der Web­sites, auf denen das Unter­neh­men erwähnt wird

David Mihm schreibt: “Es ist bes­ser, wenn ein Unter­neh­men in eini­gen, qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Online-​​Branchenbüchern erwähnt wird, als auf min­der­wer­ti­gen Web­sites”.

Dem ist fast nichts hin­zu­zu­fü­gen. Wir bei Taquiri fin­den das so wich­tig, dass wir einen Ver­gleich der Sicht­bar­keit und Auto­ri­tät von Online-​​Branchenbüchern ange­stellt haben.

Platz 5: Über­ein­stim­mung von Web­site und Google Places/​Google+ Local

David Mihm schreibt: “Google ver­gleicht den Fir­men­name, die Anschrift und Tele­fon­num­mer auf der Unternehmens-​​Website mit den Anga­ben in Google Pla­ces bezie­hungs­weise Google+ Local. Diese Infor­ma­tio­nen müs­sen mit­ein­an­der über­ein­stim­men”.

Das schließt sich direkt an Platz 3 an. Stel­len Sie sicher, dass die Daten in der Fuß­zeile Ihrer Web­site, auf der Kon­takt­seite, im Impres­sum etc. mit den Anga­ben bei Google iden­tisch sind.

Platz 6: Anzahl der struk­tu­rier­ten Erwäh­nun­gen

David Mihm schreibt: “Die Infor­ma­tio­nen zu Fir­men­name, Adresse und Tele­fon­num­mer müs­sen nicht nur ein­heit­lich sein, son­dern soll­ten auch auf vie­len Web­sei­ten zu fin­den sein.”

Es gibt unfass­bar viele Mög­lich­kei­ten, diese Daten im Netz zu ver­brei­ten. Neben Online-​​Branchenbüchern auch Web­sei­ten von Part­nern und Orga­ni­sa­tio­nen. Whi­te­sparks Local Cita­tion Fin­der kann Ihnen dabei hel­fen, neue Mög­lich­kei­ten zu ent­de­cken. Es ist nicht ein­mal wich­tig, dass dabei auch Ihre Web­site ver­linkt wird.

Übri­gens hel­fen Ihnen die Ein­träge in Online-​​Branchenbüchern nicht nur bei Google. Sie kön­nen damit auch direkt Kun­den gewin­nen. Das weiß jeder, der die App von Qype Yelp auf sei­nem Smart­phone nutzt.

Platz 7: Auto­ri­tät der Web­site

David Mihm schreibt: “Die Gesamt­stärke einer Web­site spielt eine wesent­li­che Rolle für das Ran­king, sowohl in den loka­len als auch in den orga­ni­schen Tref­fern”.

Er meint damit, dass benut­zer­freund­li­che Web­sites mit guten Inhal­ten und Funk­tio­nen, die häu­fig ver­linkt wur­den und schon ewig beste­hen, bes­sere Chan­cen bei Google haben als schlechte Sei­ten. Damit konnte ja nun wirk­lich nie­mand rech­nen!

Platz 8: Veri­fi­zier­ter Ein­trag bei Google Places/​Google+ Local

David Mihm schreibt: “Eine Seite bei Google+ Local ist der erste Schritt, um in den loka­len Such­er­geb­nis­sen auf­zu­tau­chen. Der zweite Schritt ist, sich von Google veri­fi­zie­ren zu las­sen”.

Darum geht’s: Grund­sätz­lich kann jeder einen Fir­men­ein­trag bei Google Pla­ces bezie­hungs­weise Google+ Local erstel­len. Um sicher­zu­ge­hen, dass Sie auch tat­säch­lich der Geschäfts­in­ha­ber sind, soll­ten Sie Ihren Ein­trag veri­fi­zie­ren las­sen. Dabei schickt Google Ihnen eine Post­karte mit einem Code an die von Ihnen als Fir­men­an­schrift hin­ter­legte Adresse. Die­sen Code geben Sie bei Google ein und bestä­ti­gen damit Ihre Inha­ber­schaft.

Verifizierte Einträge werden bei Google+ Local mit einem kleinen Schild-Symbol direkt neben dem Logo gekennzeichnet.
Veri­fi­zierte Ein­träge wer­den bei Google+ Local mit einem klei­nen Schild-​​Symbol direkt neben dem Logo gekenn­zeich­net.

In vie­len Fäl­len ent­ste­hen Ein­träge bei Google Pla­ces sogar auto­ma­tisch, zum Bei­spiel auf Basis von Daten aus Tele­fon­bü­chern. Sol­che Ein­träge kön­nen und soll­ten Sie bean­spru­chen. Dabei wird der Ein­trag mit Ihrem Google-​​Benutzerkonto ver­knüpft. Anschlie­ßend kön­nen Sie die Daten bear­bei­ten.

Platz 9: Orts­an­gabe im Title-​​Tag

David Mihm schreibt: “Die mit der Google-​​Seite des Unter­neh­mens ver­knüpfte Web­seite sollte den Orts­na­men im Title-​​Tag ent­hal­ten”.

In Google Pla­ces for Busi­ness bezie­hungs­weise Google+ Local hin­ter­le­gen Sie auch die Adresse der zuge­hö­ri­gen Web­site. Meis­tens ist das die Start­seite. Filia­lis­ten wer­den meh­rere Google-​​Seiten erstel­len und diese jeweils mit der Seite der Filiale inner­halb des eige­nen Web-​​Auftritts ver­knüp­fen.

So oder so – das Title-​​Tag sollte den Orts­na­men ent­hal­ten. Bei Taquiri wurde des­halb aus dem Title “Internet-​​Agentur seit 1996” der Title “Internet-​​Agentur in Hüt­ten­berg, seit 1996”. Beden­ken Sie bei der Ände­rung, dass der Title auch in Googles Tref­fer­liste ange­zeigt wird. Dafür muss er so for­mu­liert sein, dass er neu­gie­rig macht und ange­klickt wird.

Platz 10: Nähe zum bran­chen­be­zo­ge­nen Stadt­zen­trum

David Mihm schreibt: “Das Stadt­zen­trum, das Google Maps bei der Suche nach dem Orts­na­men anzeigt, und das, das Google als Grund­lage der loka­len Such­er­geb­nisse her­an­zieht, sind nicht zwin­gend iden­tisch.”

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Nur weil ein Unter­neh­men mit­ten in der Stadt liegt, steht es nicht auto­ma­tisch oben. Google könnte zum Bei­spiel ent­schei­den, dass das Stadt­zen­trum für den Auto­han­del an einer Aus­fall­straße liegt, an der sich viele Händ­ler nie­der­ge­las­sen haben. Das ist zwar inter­es­sant, zu wis­sen, bie­tet aber kaum Hand­lungs­an­sätze.

Den gesam­ten Bei­trag von David Mihm inklu­sive den Plät­zen 11 bis 20 fin­den Sie auf Moz​.com